FAQ

  • Welche generellen Formen gibt es bei Weingläsern?
  • Weingläser gibt es in zahllosen Formen. Hier ist nicht immer nur die Geschmacksentfaltung vorrangig, sondern auch Optik und Design. Wenn man jedoch nach Geschmacks- und Aromaentfaltung geht, gibt es einige allgemeingültige Regeln:

    Rotweingläser sind grundsätzlich bauchig und großvolumig. Sie verfügen über eine relativ große Öffnung (das ist jedoch nicht die weiteste Stelle, welche eher am Bauch ist). Durch die große Öffnung wird er besser belüftet, kann „atmen“ und sich entwickeln. Auch wird der Wein immer nur bis zur weitesten Stelle des Glases eingeschenkt. So bietet sich die größte Oberfläche zur Interaktion zwischen Wein und Luft. Je voller und komplexer das Aroma, desto größer sollte der Durchmesser sein. Durch die bauchige Form ist der Kelch trotz weiter Öffnung etwas zugezogen und so kann sich das Aroma gut im oberen Kelchbereich halten.

    • Standardglas – der Allrounder für leichte, fruchtbetonte Rotweine wie Chianti oder Dornfelder.

      Beispiele: Cabernet Tulip 58cl / Open Up Pro Tasting 32cl / Taste 1 49,7cl

    • Bordeauxglas - Tanninreiche, charaktervolle Weine brauchen Luft. Der Kelch des Bordeauxglases ist deshalb groß und bauchig, somit bietet er viel Platz zum Schwenken, was die Luftzufuhr erhöht. Auf diese Weise werden die Kraft, Dichte, Extrakt und Tannin optimal mit der Frucht des Weins in Einklang gebracht. Die Form des Glases eignet sich zum Servieren von Bordeaux, Rioja, Brunello, Barolo, Cabernet Sauvignon, Shiraz, Merlot oder Zweigelt.

      Beispiele: Cabernet Supreme 62cl / Open Up Tannic 55cl / Taste 130 65,6cl

    • Burgunderglas - Burgunderweine sind kraftvolle, distinguierte Weine. Diese ausdrucksstarken Weine, die meist über 13 Volumenprozent Alkohol haben, brauchen viel Luftzufuhr. In den sehr großzügig gestalteten, ballonförmigen Kelchen kann sich das vollmundige, fruchtige Aroma des Weins optimal entfalten. Dank des stabilen Stiels kann man das Glas zudem bequem schwenken, ohne dass die Temperatur des Rotweins durch Berührung des Kelches verändert wird.

      Das Glas ist außerdem für Pinot Noir, Barbera, Blaufränkisch oder Gamay geeignet, aber auch kräftige Weißweine, wie in Barrique ausgebauter Chardonnay, oder alte, in Holz gelagerte Rieslinge, lassen sich in diesem Glas adäquat präsentieren.

      Beispiele: Cabernet Abondant Burgund 70cl / Cabernet Ballon 70cl / Taste 140 78,2cl


    Da Weißweine selten belüftet werden müssen, ist der Kelch eher kleiner und weniger bauchig geformt. Wichtig ist, dass man „viel“ Stiel zum Anfassen hat, damit man die Temperatur nicht negativ beeinflusst. Da Weißwein in der Regel kühl temperiert trinkt, würde der Griff an den Kelch den Wein sehr schnell erwärmen.

    • Eigentlich gibt es daher nur die „Standardform“, kleinerer nicht bauchiger Kelch.

      Beispiele: Vina 26cl / Cabernet Tulip 25cl / 35cl, Sublym 25cl / Taste 0 35,6cl

    • Eine Ausnahme ist der Rieslingkelch - Für gereifte, mildfruchtig ausgebaute Rieslinge empfiehlt sich ein Glas mit schmalem Kelch und leicht ausgestelltem Mundrand. In ihnen kann der zarte Duft komprimierter in die Nase gelangen. Der Rand sorgt dafür, dass Fruchtaromen und Säurespiel auf der Zunge besser wahrgenommen werden. Dieses Glas ist leider aus der Mode gekommen und kaum noch im Programm.

      Beispiele: Fiori 29cl / Selection 132 34,5cl
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  • Welche generellen Formen gibt es bei Sekt- und Schaumweingläsern?
  • Sekt- und Schaumweingläser gibt es prinzipiell in 3 Formen:

    • Der Sektkelch ist die verbreitetste Form. Der langgezogene Kelch verjüngt sich leicht zur Trinköffnung, sorgt somit für möglichst geringen Kohlensäureverlust und hält das Aroma im Glas.

    • Die Sektschale ist entsprechend sehr breit vom Durchmesser und hat eine niedrige Coppa. Rein praktisch bietet diese Form eigentlich nur Nachteile durch den schnellen Kohlensäure- und Aromenverlust. Die Form war jedoch zu bestimmten Zeiten (frühes 20. Jhdt. und die „Wilden 70er“) sehr trendig und kommt irgendwie nicht aus der Mode. Was allerdings nur richtig gut mit Schalen geht, ist der Aufbau von eindrucksvollen Champagner-Pyramiden.

    • Die Sektflöte (oder Sektfontäne, Spitzkelch) ist eine Sonderform, die besonders elegant wirkt durch ihre „Trompetenform“, oft auch mit kleinerem Inhalt (7,5cl). Die Öffnung ist etwas geweitet und somit werden Aroma und Kohlensäure nicht so gut gehalten, wie beim Sektkelch, jedoch weit besser, als bei der Schale. Und von besonderem Vorteil ist, dass die auslaufende Form das Perlenspiel sehr begünstigt.
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  • Was bedeuten "Moussierpunkt", "Effervescence" oder "Headbooster"?
  • Effervescence/Moussierpunkt – das Einbringen von Unebenheiten (Aufrauhungen) auf der Innenseite des Glases oder im Boden (meistens). Dadurch kann sich das im Perlwein gelöste Kohlendioxid leichter zu einer Blase entwickeln und entweichen.
    Kohlendioxid ist im Perlwein, Sekt etc. unter Druck gelöst. Wenn die Flasche geöffnet wird, kann das Gas jedoch nicht immer ohne Weiteres entweichen.
    Daher ist im Glas eine „Störstelle“, ein sogenannter Kavitationskeim, nötig. Das ist dann der Moussierpunkt. Fehlt dieser, sieht man vor allem bei frisch gespülten, feuchten Gläsern, das kaum Perlen aufsteigen und das Getränk schal wirkt, obwohl es eigentlich gar nicht so ist.
    Ein prinzipieller Nachteil des Moussierpunktes ist allerdings, dass eben die Kohlensäure schneller entweicht und das Getränk dadurch logischerweise schneller schal wird.

    Head-Booster
    ist ein ähnlicher Effekt, der von ARC France SAS für ein spezielles Bierglas angewandt wird. Hier ist im Boden des Glases eine Rautenstruktur erkennbar.

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  • Meine Trinkgläser werden trüb, woran liegt das?
  • Bei der Benutzung kann sich im Laufe der Zeit auf den Gläsern eine graue Schicht bilden. Diese Beeinträchtigung kann zwei Ursachen haben.
    Zum einen können reversible Trübungen durch Kalkablagerungen vorliegen, zum anderen kann es sich um irreversible Glaskorrosion handeln.

    Die reversiblen Kalkablagerungen entstehen, wenn für den Betrieb der Spülmaschine bei entsprechend hohen Rohwasserhärten keine geeignete Wasseraufbereitung verwendet wird. Die im Wasser enthaltenen Kalkbildner gelangen so auf die Gläser und setzen sich während der Trocknungsphase an der Glasoberfläche ab. Da Reiniger auch über Härte bindende Eigenschaften verfügen, lässt sich diese Kalktrübung mit einer ausreichenden Reinigerdosierung vermeiden oder zumindest verzögern.
    Mit ein wenig Säure in geringer Konzentration können Kalktrübungen rückstandsfrei entfernt werden. Die Kalktrübung zeigt aber zugleich auch, dass das Wasser zu viele Härtebildner, wie Kalzium- und Magnesiumionen, enthält. Es sollte entsprechend enthärtet bzw. entsalzt werden.

    Bei der Glaskorrosion handelt es sich um eine optisch erkennbare Eintrübung des Glases, die sich nicht mehr entfernen lässt. Es handelt sich bei dieser Erscheinung um eine irreparable Schädigung der Glasoberfläche, welche nach häufigem Spülen in einer Geschirrspülmaschine auftreten kann. Die Trübung des Glases entsteht durch das Herauslösen
    von Glasbestandteilen bzw. durch einen unterschiedlichen Abtrag aus der Glasoberfläche. Zurück bleibt eine Schicht mit unterschiedlichem Brechungsindex, welche das menschliche Auge als Trübung wahrnimmt. Glaskorrosion entsteht nicht spontan während eines einzelnen Spülvorganges, sondern kontinuierlich über eine Vielzahl von Spülgängen. Die Trübungen sind nicht immer gleichmäßig über das ganze Glas verteilt, sondern treten bevorzugt an herstellungsbedingt thermisch nachbehandelten Bereichen auf (z.B. Mundrand).
    Glaskorrosion kann sowohl bei sehr hochwertigem als auch bei einfachem Glas auftreten, bestimmte Glastypen, wie das einfache Natronkalkglas sind allerdings stärker anfällig für Glaskorrosion, andere Typen wie Kristallglas oder Borosilikatglas sind dagegen weniger empfindlich. Schon Wasser allein kann unter den Bedingungen des maschinellen Geschirrspülens Glaskorrosion verursachen. Durch den Einsatz spezieller Gläserreiniger werden Glastrübungen und Dekorschäden verzögert.

    Hinsichtlich der Dosierung des Reinigers und Klarspülers sind unbedingt die Angaben der Spülmittelhersteller zu beachten. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass sich Unterdosierungen im Allgemeinen ungünstiger auf die Widerstandsfähigkeit von Gläsern und Dekoren auswirken als Überdosierungen; aber Überdosierungen verbessern nicht das Ergebnis, sie
    sind unwirtschaftlich und abwasserbelastend.
    Trinkgefäße sollen stets leicht schräg in die Geschirr- bzw. Gläserkörbe der Maschinen eingestellt werden, damit in den Vertiefungen der Standflächen keine Wasserreste zurückbleiben. Auch kleinste Wasserreste aus einer im übrigen spülmaschinengerechten Standfläche können ein gutes Klarspülergebnis schon wieder zunichte machen.
    Unsachgemäßes Einordnen der Gläser in die Geschirr- bzw. Gläserkörbe ist die Hauptursache von Glasschäden.
    Um eine Wiederanschmutzung im Spülprozess zu vermeiden, ist ein regelmäßiger Wasserwechsel erforderlich.
    Gläser sollten in einer Gläserspülmaschine mit speziellen Gläserreinigern gereinigt werden, da die Bedingungen in einer Geschirrspülmaschine für Essgeschirre für das Spülen von Gläsern nicht ideal sind:
    - Die Beseitigung angetrockneter Speisen- oder Getränkereste erfolgt in Gschirrspülmaschinen durch eine längere Spülzeit in der Reinigungsphase.
    - Durch die höheren Temperaturen und intensiveren Spülmittel, wie sie bei Geschirrspülmaschinen verwendet werden, wird die Gebrauchsdauer des Glases stark verkürzt.

    Fachlicher Rat ist daher schon bei der Auswahl und Anschaffung von Gläsern einzuholen.
    Bei Wasser mit einem niedrigen Gesamt-Salzgehalt wird mit richtig eingestellter Klarspülerdosierung ein gutes Trockenergebnis erreicht. Es ist aber zu beachten, dass das Glas nicht innerhalb, sondern außerhalb der Gläserspülmaschine trocknet.
    Probleme, bedingt durch zu hohen Gesamt-Salzgehalt des Wassers, sind nur durch eine Klarspülung mit teil- oder vollentsalztem Wasser zu lösen.
    Insgesamt sollte der Spülprozess nicht länger als 150sec. betragen. Die Spülmaschine ist nach dem Spülvorgang sofort zu öffnen, so dass der Wrasen entweichen kann. Verbleiben die Gläser nach Programmablauf in der Maschine, so wird sich sowohl der Wrasen, als auch der aus dem Tankwasser aufsteigende Wasserdampf als Kondenswasser auf den Gläsern niederschlagen, was eine zusätzliche Belastung der Glasoberfläche darstellt. Außerdem wird das Eigentrocknungsverhalten der Gläser negativ beeinflusst. Gläser sollen nicht über Nacht in der Spülmaschine verbleiben.

    Es empfiehlt sich, die Aussagen der Glashersteller bezüglich der Spülmaschineneignung zu beachten.

    (Quelle: Auszüge vom Merkblatt "Gewerbliches Spülen & Planung" der VGG / www.vgg-online.de)

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  • Welche Artikel sind mikrowellengeeignet?
  • Grundsätzlich sind alle unsere Gläser mikrowellengeeignet.
    Gehärtetes Glas und Borosilikatglas ist sehr unproblematisch. Das einfache Kalknatronglas kann in seltenen Fällen springen. Das geschieht jedoch nicht durch die Mikrowellen als solches, sondern dadurch, wenn Speisen oder Getränke sich ungleichmäßig erhitzen. Dadurch entstehen dann auch Temperaturunterschiede und Spannungen im Glas.
    Man kann dem vorbeugen, indem man nur kurze Intervalle in der Mikrowelle fährt und zwischendurch das Getränk oder die Speise umrührt.
    Wichtig ist es auch, dass keine zugeschraubten oder verschlossenen Gefäße benutzt werden, da der erhitzte Inhalt sich ausdehnt und Druck aufbaut. Entweder man nutzt Gläser ohne Deckel oder aber mit speziellen Deckeln, die z. B. durch ein Loch oder Ventil mikrowellengeeignet sind.

    Opal- und Zenixgeschirre sind gehärtet und problemlos in der Mikrowelle nutzbar.

    Porzellan ist ebenfalls grundsätzlich mikrowellentauglich, solange es undekoriert ist bzw. keine Metallanteile im Dekor hat. Bei Goldrändern o. ä. entsteht Funkenflug und verbrennt das Metall. Ebenfalls könnte die Mikrowelle beschädigt werden.

    Bestecke gehören nicht in die Mikrowelle!

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  • Welche Eichmaße sind in Deutschland erlaubt?
  • TABLE ROC Deutschland GmbH bietet für viele Trinkgläser (Ausschankmaße) an, diese mit einem Eichstrich zu versehen.
    Grundsätzlich darf jede Volumenangabe produziert werden. Die Zulassung zur Verwendung unterliegt den jeweiligen Bestimmungen des Wirtschaftsraumes.
    Allerdings müssen bestimmte technische Voraussetzungen gegeben sein. Nicht jedes Trinkglas ist automatisch auch dafür geeignet, geeicht zu werden.

    Beim Verwenden für den geschäftsmäßigen Ausschank in der Bundesrepublik Deutschland sind Ausschankmaße nur mit einem der folgenden Nennvolumina zulässig (Quelle: §27 Mess-EV):

    - 1; 2; 4; 5 und 10cl
    - 0,1; 0,15 ; 0,2; 0,25; 0,3; 0,33; 0,4 und 0,5l
    - 1; 1,5; 2; 3; 4 und 5l

    Etablierte nationale Volumenangaben (z.B.: 1/8l in Österreich; 1pint im Vereinigten Königreich) oder etablierte nichtmetrische Volumenangaben (z.B.: 1/2 pint) sind zulässig. Wichtig ist in dem Zusammenhang zu erwähnen, dass Ausschankmaße mit diesen Volumenangaben dann auch tatsächlich nur in den Ländern, in denen sie etabliert sind, verwendet werden dürfen. In diesen Fällen darf ein deutsches Unternehmen ausschließlich für den Export produzieren.  An dieser Stelle sei auf die entsprechenden nationalen Anhänge des WELMEC Guides verwiesen.

    Ausschankmaße können mit bis zu drei deutlich voneinander unterscheidbaren Volumenangaben gekennzeichnet sein, von denen keine mit einer der anderen verwechselt werden darf und solange für alle Angaben die Fehlergrenzen eingehalten werden können. (Quelle: MID MI-008, Kapitel II, 5.2)

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  • Was ist bei (Edelstahl-) Bestecken zu beachten?
  • Edelstahlbestecke bestehen grundsätzlich, wie der Name bereits vermuten lässt, hauptsächlich aus Edelstahl. Dazu kommt noch ein Chrom- und eventuell ein Nickelanteil. Die Bezeichnung 18/10 Besteck oder 13/0 usw. gibt dabei den prozentualen Anteil von Chrom und Nickel an. Das heißt, ein 18/10 Besteck hat einen 18%igen Anteil Chrom und einen 10%igen Nickelanteil. Auch werden Bestecke mit 13 bis 18% Chromanteil und ohne Nickelanteil Chromstahlbestecke genannt, äquivalent dazu Bestecke mit 18% Chrom- und 8-10% Nickelanteil Chromnickelstahlbestecke.
    Chrom ist in erster Linie für den Rostschutz zuständig und soll Anlaufen und Korrosion verhindern.
    Nickel verstärkt diese Effekte noch und ist zudem für einen noch besseren Säureschutz notwendig.

    Merkmale:

    • Chromstahl 13/0 – 18/0 kennzeichnet sich dadurch, dass er einen leicht bläulichen Schimmer hat. Als Kennzeichnung ist der Stempel „rostfrei“ zugelassen. Chromstahl ist magnetisierbar und daher interessant für den Großverbraucherbereich, der mit magnetischen Spülstraßen ausgerüstet ist. Zudem ist er in der Regel günstiger als Chromnickelstahl. Chromstahl ist schleifbar und wird daher auch für die Erstellung von Messern benötigt.
    • Chromnickelstahl 18/8 – 18/10 zeichnet sich nach sorgfältiger Bearbeitung durch einen leicht gelblichen, warmen Farbton aus. Als Kennstempelung sind „Edelstahl rostfrei 18/10“, „Edelstahl 18/10“ und „18/10“ zulässig. Die Zulegierung von Nickel macht ihn auch gegenüber stärkeren Säuren beständig. Chromnickelstahl ist nicht schleifbar und somit könnte man ein aus diesem Material bestehendes Messer nicht schärfen. Außerdem ist CN-Stahl nicht magnetisierbar.

    Qualität:
    Qualität ist aber nicht nur an der Legierung festzumachen, sondern auch an der Fertigung an sich.
    Ist das Besteck z. B. aufwändig poliert und somit glatter von der Oberfläche, bietet es weniger Angriffspunkte für Flugrost, Säuren etc.
    Ebenso (natürlich nach Verwendungszweck und Anspruch) ist die indikative Stärke des Besteckes ein Hinweis auf Stabilität. Diese wird gemessen in mm am Übergang zwischen Stiel und Laffe.   

    Messer:

    (Achtung! Spezielle Kochmesser und ähnliche werden bei dieser Beschreibung nicht berücksichtigt.)
    Die Klingen von Menümessern, Dessertmessern etc. werden grundsätzlich aus Chromstahl gefertigt.
    Der Grund dafür wurde bereits oben angeführt. Chromstahl ist im Gegensatz zu Chromnickelstahl schleif- und somit schärfbar. Es gibt verschiedene Bauweisen für Messer, oft wird den Legierungen noch Molybdän (gegen Lochfraß) u.ä. zugesetzt und der Stahl wird anders bearbeitet (geschmiedet), man spricht dann von Messer- oder Klingenstahl. Je höher der Chromanteil (und der Molybdänanteil) ist, desto widerstandsfähiger wird der Stahl gegenüber Korrosion etc., allerdings ist er dann nicht so hart, wie Stahl mit einer geringeren Zulegierung und wird weniger schleifbar und daher dann nicht mehr verwendbar für Klingen.
    Bei 13/0 – 18/0 hat man eine akzeptable Mischung zwischen Schärfbarkeit und Korrosionsbeständigkeit. Jedoch kann man daraus nicht zwingend auf die absolute Härte schließen, welche von weitaus mehr Faktoren abhängig ist (Güte des Stahls, Verarbeitung usw.)

    Es gibt 3 Fertigungsarten:

    • Monoblockmesser werden aus einem Stück Chromstahl (bzw. Messerstahl) gefertigt.
      Vorteile: günstiger im Preis, Nachschärfbarkeit.
      Nachteile: ggf. nicht derselbe Stahl wie bei den restlichen Besteckteilen, daher Farbunterschied möglich, Korrosionsanfälliger als die anderen Besteckteile.



    • Hohlheftmesser bestehen nicht nur aus einem Stück. Es gibt 2 Fertigungsmethoden.
      • Hohlheftmesser gereidet – die klassische Form. Eine Messerklinge aus geschmiedetem Messerstahl wird in ein Heft aus 2 einzelnen 18/10 Heftschalen, die miteinander verschweißt und poliert werden, eingesetzt. Die Verbindung zwischen Klinge und Heft ist durch eine Naht deutlich zu sehen. Durch die aufwändigere Verarbeitung und die höherwertigen Materialien begründet sich auch ein höherer Preis.
      • Hohlheftmesser nahtlos geschweißt – eine neuere Fertigungsvariante. Im Wesentlichen wie beim gereideten Messer beschrieben, jedoch wird die Klinge nicht in das hohle Heft eingesetzt, sondern Klinge und Heft werden miteinander verschweißt und sorgfältig poliert, so dass die Schweißnaht kaum mehr zu sehen ist. Da der Fertigungsprozess bis zu einem gewissen Grad automatisiert ist, ist diese Version preisgünstiger als die gereidete.

    Vorteile: Bessere Balance, höhere Schärfe und Korrosionsbeständigkeit (Messerstahl), farblich optimal zu den anderen Besteckteilen passend.
    Nachteile: teurer in der Anschaffung.

    • Stahlheftmesser haben ähnliche Eigenschaften wie geschweißte Hohlheftmesser. Allerdings handelt es sich hier um ein Vollheft (massiv) aus 18/10, welches mit der Klinge verschweißt wird. Aufgrund der Fertigung etwas günstiger als ein Hohlheftmesser.
      Vorteile: höhere Schärfe und Korrosionsbeständigkeit (Messerstahl), farblich optimal zu den anderen Besteckteilen passend.
      Nachteile: nicht so gute Balance wie das Hohlheftmesser, teurer in der Anschaffung als Monoblockmesser.
        


    Abrieb, Flugrost, Lochfraß:

    Opalglas- und Zenix Geschirr haben eine sehr hohe Kratzfestigkeit gegenüber Bestecken. Das betrifft vor allem den Gebrauch von Messern auf Tellern. Dazu muss man vorausschicken, dass die Klingenhärte bei ARC France SAS in Vickers gemessen wird. Bei Messern mit einer Härte von mehr als 480 Vickers kann gemäß Norm NF EN ISO 8442 keine Oberflächenbeschädigung festgestellt werden.
    Wenn doch schwarze Streifen auf der Oberfläche sichtbar werden sollten, muss man davon ausgehen, dass es sich nicht um Beschädigungen am Teller handelt, sondern um den Metallabrieb von Messern, die dann eine Härte von unter 480 Vickers haben und somit „zu weich“ in Relation zum Geschirr sind. Diese Streifen können entfernt werden. Wir erinnern uns, je geringer der Chromanteil, desto härter und besser schleifbar der Stahl, aber auch desto korrosions- und rostanfälliger die Klinge (Beispiel „Kartoffelschälmesser“).

    Das Standardmessverfahren für Messerklingen ist nach Rockwell und die Maßeinheit „HRC“. Warum ARC France SAS Vickers bevorzugt, ist nicht bekannt. Es gibt jedoch entsprechende Umrechnungstabellen.
    480 Vickers entsprechen 47,0 HRC. Das heißt, wenn Messerklingen weniger als 47,0 HRC haben, kann es Abrieb auf Opalglas und Zenix-Artikeln geben.
    Die genauen Werte müssten uns allerdings die Hersteller bei Bedarf mitteilen.

    Ein häufiges Problem stellt der sogenannte Flugrost dar. In der Spülmaschine setzen sich winzige Rostpartikel von Töpfen, Pfannen, defekten Geschirrkörben, „minderwertigen“ Messern oder aus dem Leitungsnetz bevorzugt auf Messerklingen fest und werden zunächst als Rostfleck sichtbar. Diese Flecken sollte man rasch mit einem flüssigen Metallputzmittel entfernen, um weiterer Ausdehnung vorzubeugen. Daher sollte man z. B. auch „billige“ Schälmesser nicht zusammen mit den hochwertigen Besteckteilen in ein Besteckfach füllen.

    Weitaus gefährlicher als Verfärbungen ist der sogenannte Lochfraß, punktförmige Angriffe, die sich in den Stahl einfressen und auch durch Wischen und Scheuern nicht mehr zu entfernen sind.
    Klingen aus gleichem Material von demselben Hersteller können sich an verschiedenen Orten in der Spülmaschine völlig unterschiedlich verhalten. Untersuchungen des Forschungsinstituts für Schneidwaren und Bestecke erbrachten den Beweis, dass dies auf den regional unterschiedlichen Chloridgehalt im Trinkwasser zurückzuführen ist. Es zeigte sich nämlich, dass es oberhalb einer bestimmten Chloridkonzentration an den Messerklingen zur gefürchteten Lochfraßkorrosion kommt, die mit ansteigendem Salzgehalt weiter zunimmt. Je nach Qualität des Trinkwassers und der hinzukommenden Chloridmenge aus Speiseresten (Kochsalz) kann es deshalb vereinzelt zu Lochfrassbildung an Messerklingen kommen. Der Kochsalzpegel in der Spülmaschine steigt in Einzelfällen auch dadurch, dass der Wasserenthärter in der Spülmaschine nicht einwandfrei arbeitet, der die Gebrauchsanweisung für das Regenerieren des Enthärters nicht richtig befolgt wird.  

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  • Warum entstehen schwarze "Streifen" bei der Besteckbenutzung auf meinen Tellern?
  • Dazu erklärt der Hersteller ARC France SAS:
    Opalglas- und Zenix Geschirr haben eine sehr hohe Kratzfestigkeit gegenüber Bestecken. Das betrifft vor allem den Gebrauch von Messern auf Tellern. Dazu muss man vorausschicken, dass die Klingenhärte bei ARC France SAS in Vickers gemessen wird. Bei Messern mit einer Härte von mehr als 480 Vickers kann gemäß Norm NF EN ISO 8442 keine Oberflächenbeschädigung festgestellt werden.
    Wenn doch schwarze Streifen auf der Oberfläche sichtbar werden sollten, muss man davon ausgehen, dass es sich nicht um Beschädigungen am Teller handelt, sondern um den Metallabrieb von Messern, die dann eine Härte von unter 480 Vickers haben und somit „zu weich“ in Relation zum Geschirr sind. Diese Streifen können entfernt werden.

    (Das Standardmessverfahren für Messerklingen ist nach Rockwell und die Maßeinheit „HRC“. Warum ARC France Vickers bevorzugt, ist nicht bekannt. Es gibt jedoch entsprechende Umrechnungstabellen. 480 Vickers entsprechen 47,0 HRC. Das heißt, wenn Messerklingen weniger als 47,0 HRC haben, kann es Abrieb auf Opalglas und Zenix-Artikeln geben.)

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