FAQ

  • Ess- und Kaffeegeschirre I - Was ist Porzellan?
  • Ess- und Kaffeegeschirre sind in unterschiedlichen Materialien auf dem Markt. Neben dem in der Überschrift angegebenen Material gibt es z. B. auch Keramik, Steingut, Hartglas oder Melamin. Hier wollen wir jedoch speziell auf Porzellan eingehen:

    • Hartporzellan besteht in etwa zu 50% aus Kaolin (Tonerde) und je zu 25% aus Feldspat (Glimmerstein) und Quarz. Hartporzellan wird etwas höher gebrannt und ist der Standard für Geschirr.
    • Weichporzellan besteht aus etwa 25% Kaolin, 45% Quarz und 30% Feldspat und bedarf niedrigerer Brenntemperaturen, eher für Zierplastiken.

    • Bone China hat durch Zugabe von Knochenasche etwas höhere Elastizität und Glanz.

    • Produktion erfolgt in der Regel in mindestens 2 Brennvorgängen. Nach der Formung und Trocknungsphase erfolgt üblicherweise der erste 18-20-stündige Brand bei etwa 900 - 1.000 °C. Danach erfolgt die Glasur. Die Glasurflüssigkeit besteht oft aus 10 oder mehr Komponenten, die allerdings im Grunde Glasmasse entsprechen. Der anschließende Glattbrand erfolgt je nach Art des Porzellans zwischen 1.100 und 1.480 °C während etwa
      8 - 16 Stunden in Kammeröfen. Alternativ wird industrielles Porzellan in 80 - 120 Minuten durch einen 40 – 80m langen Tunnelofen gefahren. Eine Ausnahme bildet das
      1-Brandverfahren (welches z. B. von Villeroy & Boch bevorzugt wird), bei dem die Glasur gleich auf den Rohling aufgebracht wird und dann in einem Schnellbrandtunnelofen bei 1.100 – 1.200 °C für 5 – 8 Stunden gebrannt wird. Dieses Verfahren senkt den Energieverbrauch, ist allerdings äußerst problematisch in Hinblick auf die Glasurqualität.
        
    • Dekorporzellan wird in 3 Varianten erstellt. Unterglasur wird vor dem Glasurauftrag erstellt, Inglasur wird auf die Glasur aufgetragen und sinkt beim Brand in die Glasur ein.
      Vorteil: diese beiden Methoden erreichen die höchste Haltbarkeit. Nachteil: das Farbspektrum ist relativ gering, da nur wenige Farben Temperaturen über 1.100 °C vertragen.
      Die Aufglasur wird bei komplexen farbenfrohen Dekoren angewandt und wird nach dem Glattbrand aufgetragen. Je nach Komplexität gibt es dann eventuell mehrere Farbaufträge und mehrere Brände bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen von etwa 850 °C.
      Vorteil: komplexe, vielfarbige Dekore. Nachteil: nicht so lange Dekorhaltbarkeit.

    ARC France bietet sein Porzellan als „Extra Strong Porcelain“ an. Dabei handelt es sich auch um ein 2-Brandverfahren. Brenndauer und eventuelle Zusätze sind ein Betriebsgeheimnis. Im Ergebnis soll jedoch laut Herstellerangabe im Vergleich zu herkömmlichem Porzellan die Kantenbruchfestigkeit, die Kratzfestigkeit und die Bruchfestigkeit höher sein.
    Das C&S -Porzellan wird grundsätzlich in einem leichten Cremeton produziert.

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  • Ess- und Kaffeegeschirre II - Was ist Opalglas?
  • Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um Glas. Opalglas ist im Allgemeinen ein schwach milchiges, strahlend weisses Glas (Beispiel Lampenschirme).
    ARC France bietet das ausschließlich als „Fully Tempered“ Version an. Zudem ist Opalglas dieses Herstellers nicht milchig, sondern reinweiß.
    Fakten dazu:

    • 2-3x bruchfester als vergleichbare andere Materialien auf dem Markt (bei gleicher Stärke)

    • Hohe Kratzbeständigkeit gegen Kratzer durch Messer

    • Spülmaschinenfestigkeit keine Veränderung der Oberfläche nach 2.000 industriellen Spülgängen

    • Hitzebeständigkeit Temperaturdelta von 130 °C

    • Hygiene 0% Porosität = 0% Eindringen von Verschmutzungen (Erregern)

    • Umweltschutz 100% Glas = 100% recyclebar

    • Ökonomisch längere Lebensdauer als vergleichbare andere Materialien, daher reduzierte Wiederbeschaffungskosten

    Durch diese Fakten sind die ARC – Opalglasartikel prädestiniert für den Einsatz in Bereichen, wo sie besonders strapaziert werden, wie z. B. in der Gemeinschaftsverpflegung und dem Hotel- und Gaststättenbereich. Gerade für die Gemeinschaftsverpflegung werden daher auch viele Artikel angeboten, die in verschiedenste Warmhaltesysteme passen (Systemgeschirr) oder induktionstauglich sind durch einen planen Boden ohne Stellring.

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  • Was ist Glas?
  • Wir beschränken uns hier auf künstliches Glas (es gibt auch natürliches, wie Obsidian oder Tektit) und lassen auch Flachglas außen vor.
    Das am meisten verbreitete, also das "ganz normale" Glas wird auch als Kalk-Natron-Glas, Kalk-Natron-Silikat-Glas, Kalk-Soda-Glas, Sodaglas oder einfach Normalglas bezeichnet.

    Bestandteile des Glasgemenges:

    • Quarzsand ca. 70% zur Netzwerkbildung*, wichtig ist die Reinheit, da es sonst zu Glasverfärbungen kommen kann (Eisenoxid z. B. macht Grünfärbung, der Anteil sollte unter 0,05% liegen)
    • Soda als Natriumoxidträger, der als Netzwerkwandler und Flussmittel dient und den Schmelzpunkt des Quarzsandes senkt

    • Pottasche liefert Kaliumoxid für die Schmelze, dient ebenfalls als Flussmittel und Netzwerkwandler

    • Feldspat bringt Tonerde in das Gemenge ein und führt zur Erhöhung der Beständigkeit gegenüber Wasser, Nahrungsmitteln und Umwelteinflüssen
    • Kalk dient als Netzwerkwandler, zersetzt sich während der Schmelze zu Kohlendioxid und Calciumoxid. Letzteres erhöht in mäßiger Zugabe die Härte und chemische Beständigkeit

    • Dolomit ist Träger für Calciumoxid und Magnesiumoxid (ähnliche Wirkungen)

    • Altglas kann hinzugefügt werden (Cave! Farbfehler, Fremdeinschlüsse, Schäden an der Schmelzwanne möglich)

    ( * Netzwerk: eine Vielzahl einzelner Makromoleküle vernetzen sich durch eine chemische Reaktion zu einem
    3D-Netzwerk, in unserem Fall das Glas )

    Schmelze:

    Die Glasschmelze lässt sich in 3 Phasen unterteilen.

    1. Sie beginnt mit der Rauschmelze, die das Erschmelzen des Gemenges und seine Homogenisierung umfasst (bei ca. 1.400 °C)

    2. Im Anschluss erfolgt die Läuterung, in der die Gase ausgetrieben werden

    3. Zuletzt wird die geläuterte Schmelze auf die gewünschte Formgebungstemperatur abgekühlt (ca. 1.000 °C)

    Üblicherweise erfolgen diese Prozesse in einem Wannenkomplex, der mindestens aus zwei Wannen besteht. In der ersten Wanne geschieht die Rauschmelze. In derselben Wanne gibt es dann eine Barriere, hinter der der Läuterungsprozess stattfindet. Bei diesem Prozess entweichen die Gase und somit die Bläschen aus der Masse. Danach geht es zur klar baulich getrennten Arbeitswanne. Hier herrschen niedrigere Temperaturen, da die für die Formgebung notwendig sind. Die Schmelze „steht ab“. Daher wird die Arbeitswanne auch Abstehwanne genannt. Hier findet die Homogenisierung statt. Durch den Verbleib auf einer etwas geringeren Temperaturstufe findet ein weiterer Ausgleich der chemischen Zusammensetzung statt und durch Diffusion verlieren sich eventuell noch vorhandene Schlieren. Von dieser Wanne fließt das Glas dann weiter zum Entnahmepunkt, wo dann die Formgebung stattfindet. Bei der Hohlglasproduktion sind das die Speiser oder Feeder. Hier werden Tropfen erzeugt, die dann über ein Rinnensystem in die darunter stehenden Glasmaschinen geleitet werden.

    Formgebung:

    Je nach Produkt erfolgt die Formung durch Pressen, Blasen, Schleudern. Vereinfacht gesagt, fällt beim Pressglas der Tropfen in eine mindestens 2-teilige Form und wird dann zwischen diesen Teilen in Form gepresst. Beim maschinellen Blasen wird der Tropfen in eine Hohlform gegeben, dann durch Rotation gegen die Wandung geschleudert und anschließend noch an die Wandung geblasen (dadurch erklärt sich z. B. auch der nicht einheitliche Eisboden bei Tumblern)
    Das Mundblasprinzip wird hier nicht erwähnt, sondern in einem weiteren Artikel abgehandelt.

    Kühlung:

    Anschließend erfolgt eine langsame Abkühlung, je nach Verwendungszweck zwischen 30 – 100 Minuten. In dieser Phase geschieht gegebenenfalls auch die Härtung.

    Das ist jetzt nur ein sehr vereinfachter Erklärungsansatz für das Verständnis der Produktion.
    Es gibt natürlich noch andere Komponenten. Zum Beispiel können Gläser auch aus mehreren Teilen zusammengesetzt werden: Kelchgläser z. B. aus Coppa, Stiel und Bodenplatte (Achtung, es gibt da auch andere Möglichkeiten z. B. „gezogener Stiel“), Henkelgläser z. B. aus mehrteiligen Formen mit angesetztem Henkel usw., Zusatz von Metall (Bleikristall, Brillanz, Klang usw.)


    Glasfarbe:

    Je reiner die Glasmasse, desto klarer das Glas. Durchgefärbtes Glas entsteht durch Beigabe von Substanzen zum Glasgemenge. Vorteil: Haltbarkeit der Glasfarbe. Nachteil: Ökonomie, die Wanne muss komplett vom farbigen Glasgemenge „gereinigt“ werden. Da Eingang entsprechend Ausgang ist, wird sich die Farbe erst allmählich aus dem Glasgemisch entfernen und es wird farblich schwächer werdende Fehlfarbenproduktionen geben, bis wieder klares Glas am Ende herauskommt.    Besprühtes Glas wird nach dem eigentlichen Fertigungsprozess mit Farbe besprüht. Vorteil: kleine Produktions-Chargen, Nachteil: Haltbarkeit, Spülmaschinenfestigkeit.

    Härtung:

    ARC France nutzt das Verfahren „fully tempered“. Im Rahmen der o.a. kontrollierten langsamen Abkühlungsphase entsteht diese Härtung durch einen „Zwischenschritt“. Das Glas wird nochmals oberflächlich auf ca. 700°C erhitzt und dann mit Druckluft abrupt abgekühlt.  Bisher hat kein anderer Hersteller diese Art so perfektioniert, dass sogar Stielgläser komplett gehärtet werden können. Dadurch werden Glasartikel besonders kratz- und stoßfest und sind bei gleicher Materialstärke 2- bis 3mal stabiler als herkömmliches Glas. Ebenso haben sie ein großes Temperaturdelta von 130 °C.

    Mundrand:

    Es gibt geblasene Trinkgläser mit warm oder kalt abgesprengten (geschnittenen) Rändern. Während des Produktionsprozesses wird das überschüssige Material (die „Blaskappe“) abgetrennt, entweder früher (warm) oder später (kalt) mit Hilfe von Feuer, Laser oder einer Nadel. Warm geschnittene Ränder haben in der Regel einen mehr oder weniger ausgeprägten Wulstrand, da dieser verflämmt wird (Sicherheitsrand). Kalt geschnittene Gläser haben den feineren präziseren Rand.

    Unterschiede Pressglas - geblasenes Glas:

    Wichtige Erkennungsmerkmale für Pressglas sind vor allem mehr oder weniger gut sichtbare Nähte, die beim Aufeinandertreffen der Formteile entstehen und auch der üblicherweise sehr einheitliche, exakt ausgeführte Glasboden. Geblasene Gläser hingegen weisen in der Regel keine Nähte auf haben gerade bei dickeren Böden oft Unregelmäßigkeiten (schiefer Boden).

    „Gutes Glas-schlechtes Glas“:


    Eine solche Einordnung ist eigentlich nicht statthaft. Aber natürlich gibt es Unterschiede in der Fertigungsqualität. Merkmale, die man beachten kann, sind Brillanz, Reinheit, Lufteinschlüsse, Schlieren und Riefen, Verarbeitung des Mundrandes, Farbe („grünstichig“ usw.), Größentoleranzen, Verarbeitung der Nähte und Ansätze/Übergänge von Stiel, Kelch und Bodenplatte, Ausbalanciertheit.
    Relativ objektiv sind Tests zur Bruchfestigkeit (Kugeltest, Pendeltest usw.). Aber Bruchfestigkeit heißt ja nicht, dass das Glas generell „gut“ für jeden ist.
    Beispiel: Ein „fully tempered“ Princesa 23cl Weinkelch kann noch so stabil sein, ein Sommelier wird wahrscheinlich dennoch ein anderes Weinglas, was den Geschmack und das Aroma besser hervorhebt, bevorzugen. Hingegen wird in einer Kantine sicher die Stabilität Vorrang haben.

    Besondere Glasarten:

    • Kristallglas – abgeleitet vom Wort „Bergkristall“, welches ja als besonders rein gilt, versucht man durch Zusatz von Metalloxiden besonders brillantes, funkelndes, reines Glas herzustellen. Das ist dann besonders effektiv bei facettierten, strukturierten Oberflächen. Die verschiedenen Hersteller bezeichnen ihr Kristallglas auch verschieden (Zwiesel=Tritan, ARC France=Kwarx bzw. Krysta)
      Vorteile: Optik, Klang. Nachteil: das Glas kann etwas spröder sein als „normales“ Glas. Das wird aber in der Regel durch andere Techniken ausgeglichen und die Hersteller werben hier auch mit besonderer Bruchfestigkeit. Zum Teil gesundheitlich bedenklich (Bleikristall), was aber durchaus diskussionswürdig ist.
    • Borosilikatglas – ist sehr chemikalien- und temperaturbeständig. Das erklärt sich durch den hohen Bor-Gehalt der Glasmasse. Die Unempfindlichkeit gegen plötzliche Temperaturschwankungen ist Folge des sehr geringen Wärmeausdehnungskoeffizienten. Wird neben dem Haupteinsatzgebiet im Labor auch für Heißgetränke genutzt (Kaffeekannen, Teekannen, „Jenaer Glas“)

    Spezielle Effekte:

    Gerade im Trinkglasbereich gibt es einige „Effekte“, die zum Teil durch den Hersteller auch geheim gehalten werden…
    Manches lässt sich jedoch recht einfach erklären.

    • Effervescence/Moussierpunkt – das Einbringen von Unebenheiten (Aufrauhungen) auf der Innenseite des Glases oder im Boden (meistens). Dadurch kann sich das im Perlwein gelöste Kohlendioxid leichter zu einer Blase entwickeln und entweichen. Kohlendioxid ist im Perlwein, Sekt etc. unter Druck gelöst. Wenn die Flasche geöffnet wird, kann das Gas jedoch nicht immer ohne Weiteres entweichen. Daher ist im Glas eine „Störstelle“, ein sogenannter Kavitationskeim, nötig. Das ist dann der Moussierpunkt. Fehlt dieser, sieht man vor allem bei frisch gespülten, feuchten Gläsern, das kaum Perlen aufsteigen und das Getränk schal wirkt, obwohl es eigentlich gar nicht so ist. Ein prinzipieller Nachteil des Moussierpunktes ist allerdings, dass eben die Kohlensäure schneller entweicht und das Getränk dadurch logischerweise schneller schal wird.
      Head-Booster ist ein ähnlicher Effekt, der dann von ARC France für ein spezielles Bierglas angewandt wird. Hier ist im Boden des Glases eine Rautenstruktur erkennbar.

    • Profile Plus – wie das genau gefertigt wird, ist nicht bekannt. Aber es ist so, dass es sich quasi um 2-Schichtglas handelt, bei dem die innere Seite genau wie beim fully tempered Glas sehr widerstandsfähig und bruchfest ist und bei Bruch in kleinste Teile zerspringt. Die äußere Schicht ist auf irgendeine Weise etwas elastischer und zerbricht später als die innere, so dass bei einem Glasbruch die Scherben quasi nach innen fallen.
    • Drop Control – bei Karaffen… ist eine besondere Behandlung und Formung des Ausgießers, um Nachtropfen oder unsauberes Ausgießen zu vermeiden.

     

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  • Welche generellen Formen gibt es bei Weingläsern?
  • Weingläser gibt es in zahllosen Formen. Hier ist nicht immer nur die Geschmacksentfaltung vorrangig, sondern auch Optik und Design. Wenn man jedoch nach Geschmacks- und Aromaentfaltung geht, gibt es einige allgemeingültige Regeln:

    Rotweingläser sind grundsätzlich bauchig und großvolumig. Sie verfügen über eine relativ große Öffnung (das ist jedoch nicht die weiteste Stelle, welche eher am Bauch ist). Durch die große Öffnung wird er besser belüftet, kann „atmen“ und sich entwickeln. Auch wird der Wein immer nur bis zur weitesten Stelle des Glases eingeschenkt. So bietet sich die größte Oberfläche zur Interaktion zwischen Wein und Luft. Je voller und komplexer das Aroma, desto größer sollte der Durchmesser sein. Durch die bauchige Form ist der Kelch trotz weiter Öffnung etwas zugezogen und so kann sich das Aroma gut im oberen Kelchbereich halten.

    • Standardglas – der Allrounder für leichte, fruchtbetonte Rotweine wie Chianti oder Dornfelder.

      Beispiele: Cabernet Tulip 58cl / Open Up Pro Tasting 32cl / Taste 1 49,7cl

    • Bordeauxglas - Tanninreiche, charaktervolle Weine brauchen Luft. Der Kelch des Bordeauxglases ist deshalb groß und bauchig, somit bietet er viel Platz zum Schwenken, was die Luftzufuhr erhöht. Auf diese Weise werden die Kraft, Dichte, Extrakt und Tannin optimal mit der Frucht des Weins in Einklang gebracht. Die Form des Glases eignet sich zum Servieren von Bordeaux, Rioja, Brunello, Barolo, Cabernet Sauvignon, Shiraz, Merlot oder Zweigelt.

      Beispiele: Cabernet Supreme 62cl / Open Up Tannic 55cl / Taste 130 65,6cl

    • Burgunderglas - Burgunderweine sind kraftvolle, distinguierte Weine. Diese ausdrucksstarken Weine, die meist über 13 Volumenprozent Alkohol haben, brauchen viel Luftzufuhr. In den sehr großzügig gestalteten, ballonförmigen Kelchen kann sich das vollmundige, fruchtige Aroma des Weins optimal entfalten. Dank des stabilen Stiels kann man das Glas zudem bequem schwenken, ohne dass die Temperatur des Rotweins durch Berührung des Kelches verändert wird.

      Das Glas ist außerdem für Pinot Noir, Barbera, Blaufränkisch oder Gamay geeignet, aber auch kräftige Weißweine, wie in Barrique ausgebauter Chardonnay, oder alte, in Holz gelagerte Rieslinge, lassen sich in diesem Glas adäquat präsentieren.

      Beispiele: Cabernet Abondant Burgund 70cl / Cabernet Ballon 70cl / Taste 140 78,2cl


    Da Weißweine selten belüftet werden müssen, ist der Kelch eher kleiner und weniger bauchig geformt. Wichtig ist, dass man „viel“ Stiel zum Anfassen hat, damit man die Temperatur nicht negativ beeinflusst. Da Weißwein in der Regel kühl temperiert trinkt, würde der Griff an den Kelch den Wein sehr schnell erwärmen.

    • Eigentlich gibt es daher nur die „Standardform“, kleinerer nicht bauchiger Kelch.

      Beispiele: Vina 26cl / Cabernet Tulip 25cl / 35cl, Sublym 25cl / Taste 0 35,6cl

    • Eine Ausnahme ist der Rieslingkelch - Für gereifte, mildfruchtig ausgebaute Rieslinge empfiehlt sich ein Glas mit schmalem Kelch und leicht ausgestelltem Mundrand. In ihnen kann der zarte Duft komprimierter in die Nase gelangen. Der Rand sorgt dafür, dass Fruchtaromen und Säurespiel auf der Zunge besser wahrgenommen werden. Dieses Glas ist leider aus der Mode gekommen und kaum noch im Programm.

      Beispiele: Fiori 29cl / Selection 132 34,5cl
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  • Welche generellen Formen gibt es bei Sekt- und Schaumweingläsern?
  • Sekt- und Schaumweingläser gibt es prinzipiell in 3 Formen:

    • Der Sektkelch ist die verbreitetste Form. Der langgezogene Kelch verjüngt sich leicht zur Trinköffnung, sorgt somit für möglichst geringen Kohlensäureverlust und hält das Aroma im Glas.

    • Die Sektschale ist entsprechend sehr breit vom Durchmesser und hat eine niedrige Coppa. Rein praktisch bietet diese Form eigentlich nur Nachteile durch den schnellen Kohlensäure- und Aromenverlust. Die Form war jedoch zu bestimmten Zeiten (frühes 20. Jhdt. und die „Wilden 70er“) sehr trendig und kommt irgendwie nicht aus der Mode. Was allerdings nur richtig gut mit Schalen geht, ist der Aufbau von eindrucksvollen Champagner-Pyramiden.

    • Die Sektflöte (oder Sektfontäne, Spitzkelch) ist eine Sonderform, die besonders elegant wirkt durch ihre „Trompetenform“, oft auch mit kleinerem Inhalt (7,5cl). Die Öffnung ist etwas geweitet und somit werden Aroma und Kohlensäure nicht so gut gehalten, wie beim Sektkelch, jedoch weit besser, als bei der Schale. Und von besonderem Vorteil ist, dass die auslaufende Form das Perlenspiel sehr begünstigt.
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  • Was bedeuten "Moussierpunkt", "Effervescence" oder "Headbooster"?
  • Effervescence/Moussierpunkt – das Einbringen von Unebenheiten (Aufrauhungen) auf der Innenseite des Glases oder im Boden (meistens). Dadurch kann sich das im Perlwein gelöste Kohlendioxid leichter zu einer Blase entwickeln und entweichen.
    Kohlendioxid ist im Perlwein, Sekt etc. unter Druck gelöst. Wenn die Flasche geöffnet wird, kann das Gas jedoch nicht immer ohne Weiteres entweichen.
    Daher ist im Glas eine „Störstelle“, ein sogenannter Kavitationskeim, nötig. Das ist dann der Moussierpunkt. Fehlt dieser, sieht man vor allem bei frisch gespülten, feuchten Gläsern, das kaum Perlen aufsteigen und das Getränk schal wirkt, obwohl es eigentlich gar nicht so ist.
    Ein prinzipieller Nachteil des Moussierpunktes ist allerdings, dass eben die Kohlensäure schneller entweicht und das Getränk dadurch logischerweise schneller schal wird.

    Head-Booster
    ist ein ähnlicher Effekt, der von ARC France SAS für ein spezielles Bierglas angewandt wird. Hier ist im Boden des Glases eine Rautenstruktur erkennbar.

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  • Meine Trinkgläser werden trüb, woran liegt das?
  • Bei der Benutzung kann sich im Laufe der Zeit auf den Gläsern eine graue Schicht bilden. Diese Beeinträchtigung kann zwei Ursachen haben.
    Zum einen können reversible Trübungen durch Kalkablagerungen vorliegen, zum anderen kann es sich um irreversible Glaskorrosion handeln.

    Die reversiblen Kalkablagerungen entstehen, wenn für den Betrieb der Spülmaschine bei entsprechend hohen Rohwasserhärten keine geeignete Wasseraufbereitung verwendet wird. Die im Wasser enthaltenen Kalkbildner gelangen so auf die Gläser und setzen sich während der Trocknungsphase an der Glasoberfläche ab. Da Reiniger auch über Härte bindende Eigenschaften verfügen, lässt sich diese Kalktrübung mit einer ausreichenden Reinigerdosierung vermeiden oder zumindest verzögern.
    Mit ein wenig Säure in geringer Konzentration können Kalktrübungen rückstandsfrei entfernt werden. Die Kalktrübung zeigt aber zugleich auch, dass das Wasser zu viele Härtebildner, wie Kalzium- und Magnesiumionen, enthält. Es sollte entsprechend enthärtet bzw. entsalzt werden.

    Bei der Glaskorrosion handelt es sich um eine optisch erkennbare Eintrübung des Glases, die sich nicht mehr entfernen lässt. Es handelt sich bei dieser Erscheinung um eine irreparable Schädigung der Glasoberfläche, welche nach häufigem Spülen in einer Geschirrspülmaschine auftreten kann. Die Trübung des Glases entsteht durch das Herauslösen
    von Glasbestandteilen bzw. durch einen unterschiedlichen Abtrag aus der Glasoberfläche. Zurück bleibt eine Schicht mit unterschiedlichem Brechungsindex, welche das menschliche Auge als Trübung wahrnimmt. Glaskorrosion entsteht nicht spontan während eines einzelnen Spülvorganges, sondern kontinuierlich über eine Vielzahl von Spülgängen. Die Trübungen sind nicht immer gleichmäßig über das ganze Glas verteilt, sondern treten bevorzugt an herstellungsbedingt thermisch nachbehandelten Bereichen auf (z.B. Mundrand).
    Glaskorrosion kann sowohl bei sehr hochwertigem als auch bei einfachem Glas auftreten, bestimmte Glastypen, wie das einfache Natronkalkglas sind allerdings stärker anfällig für Glaskorrosion, andere Typen wie Kristallglas oder Borosilikatglas sind dagegen weniger empfindlich. Schon Wasser allein kann unter den Bedingungen des maschinellen Geschirrspülens Glaskorrosion verursachen. Durch den Einsatz spezieller Gläserreiniger werden Glastrübungen und Dekorschäden verzögert.

    Hinsichtlich der Dosierung des Reinigers und Klarspülers sind unbedingt die Angaben der Spülmittelhersteller zu beachten. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass sich Unterdosierungen im Allgemeinen ungünstiger auf die Widerstandsfähigkeit von Gläsern und Dekoren auswirken als Überdosierungen; aber Überdosierungen verbessern nicht das Ergebnis, sie
    sind unwirtschaftlich und abwasserbelastend.
    Trinkgefäße sollen stets leicht schräg in die Geschirr- bzw. Gläserkörbe der Maschinen eingestellt werden, damit in den Vertiefungen der Standflächen keine Wasserreste zurückbleiben. Auch kleinste Wasserreste aus einer im übrigen spülmaschinengerechten Standfläche können ein gutes Klarspülergebnis schon wieder zunichte machen.
    Unsachgemäßes Einordnen der Gläser in die Geschirr- bzw. Gläserkörbe ist die Hauptursache von Glasschäden.
    Um eine Wiederanschmutzung im Spülprozess zu vermeiden, ist ein regelmäßiger Wasserwechsel erforderlich.
    Gläser sollten in einer Gläserspülmaschine mit speziellen Gläserreinigern gereinigt werden, da die Bedingungen in einer Geschirrspülmaschine für Essgeschirre für das Spülen von Gläsern nicht ideal sind:
    - Die Beseitigung angetrockneter Speisen- oder Getränkereste erfolgt in Gschirrspülmaschinen durch eine längere Spülzeit in der Reinigungsphase.
    - Durch die höheren Temperaturen und intensiveren Spülmittel, wie sie bei Geschirrspülmaschinen verwendet werden, wird die Gebrauchsdauer des Glases stark verkürzt.

    Fachlicher Rat ist daher schon bei der Auswahl und Anschaffung von Gläsern einzuholen.
    Bei Wasser mit einem niedrigen Gesamt-Salzgehalt wird mit richtig eingestellter Klarspülerdosierung ein gutes Trockenergebnis erreicht. Es ist aber zu beachten, dass das Glas nicht innerhalb, sondern außerhalb der Gläserspülmaschine trocknet.
    Probleme, bedingt durch zu hohen Gesamt-Salzgehalt des Wassers, sind nur durch eine Klarspülung mit teil- oder vollentsalztem Wasser zu lösen.
    Insgesamt sollte der Spülprozess nicht länger als 150sec. betragen. Die Spülmaschine ist nach dem Spülvorgang sofort zu öffnen, so dass der Wrasen entweichen kann. Verbleiben die Gläser nach Programmablauf in der Maschine, so wird sich sowohl der Wrasen, als auch der aus dem Tankwasser aufsteigende Wasserdampf als Kondenswasser auf den Gläsern niederschlagen, was eine zusätzliche Belastung der Glasoberfläche darstellt. Außerdem wird das Eigentrocknungsverhalten der Gläser negativ beeinflusst. Gläser sollen nicht über Nacht in der Spülmaschine verbleiben.

    Es empfiehlt sich, die Aussagen der Glashersteller bezüglich der Spülmaschineneignung zu beachten.

    (Quelle: Auszüge vom Merkblatt "Gewerbliches Spülen & Planung" der VGG / www.vgg-online.de)

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  • Welche Artikel sind mikrowellengeeignet?
  • Grundsätzlich sind alle unsere Gläser mikrowellengeeignet.
    Gehärtetes Glas und Borosilikatglas ist sehr unproblematisch. Das einfache Kalknatronglas kann in seltenen Fällen springen. Das geschieht jedoch nicht durch die Mikrowellen als solches, sondern dadurch, wenn Speisen oder Getränke sich ungleichmäßig erhitzen. Dadurch entstehen dann auch Temperaturunterschiede und Spannungen im Glas.
    Man kann dem vorbeugen, indem man nur kurze Intervalle in der Mikrowelle fährt und zwischendurch das Getränk oder die Speise umrührt.
    Wichtig ist es auch, dass keine zugeschraubten oder verschlossenen Gefäße benutzt werden, da der erhitzte Inhalt sich ausdehnt und Druck aufbaut. Entweder man nutzt Gläser ohne Deckel oder aber mit speziellen Deckeln, die z. B. durch ein Loch oder Ventil mikrowellengeeignet sind.

    Opal- und Zenixgeschirre sind gehärtet und problemlos in der Mikrowelle nutzbar.

    Porzellan ist ebenfalls grundsätzlich mikrowellentauglich, solange es undekoriert ist bzw. keine Metallanteile im Dekor hat. Bei Goldrändern o. ä. entsteht Funkenflug und verbrennt das Metall. Ebenfalls könnte die Mikrowelle beschädigt werden.

    Bestecke gehören nicht in die Mikrowelle!

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  • Welche Eichmaße sind in Deutschland erlaubt?
  • TABLE ROC Deutschland GmbH bietet für viele Trinkgläser (Ausschankmaße) an, diese mit einem Eichstrich zu versehen.
    Grundsätzlich darf jede Volumenangabe produziert werden. Die Zulassung zur Verwendung unterliegt den jeweiligen Bestimmungen des Wirtschaftsraumes.
    Allerdings müssen bestimmte technische Voraussetzungen gegeben sein. Nicht jedes Trinkglas ist automatisch auch dafür geeignet, geeicht zu werden.

    Beim Verwenden für den geschäftsmäßigen Ausschank in der Bundesrepublik Deutschland sind Ausschankmaße nur mit einem der folgenden Nennvolumina zulässig (Quelle: §27 Mess-EV):

    - 1; 2; 4; 5 und 10cl
    - 0,1; 0,15 ; 0,2; 0,25; 0,3; 0,33; 0,4 und 0,5l
    - 1; 1,5; 2; 3; 4 und 5l

    Etablierte nationale Volumenangaben (z.B.: 1/8l in Österreich; 1pint im Vereinigten Königreich) oder etablierte nichtmetrische Volumenangaben (z.B.: 1/2 pint) sind zulässig. Wichtig ist in dem Zusammenhang zu erwähnen, dass Ausschankmaße mit diesen Volumenangaben dann auch tatsächlich nur in den Ländern, in denen sie etabliert sind, verwendet werden dürfen. In diesen Fällen darf ein deutsches Unternehmen ausschließlich für den Export produzieren.  An dieser Stelle sei auf die entsprechenden nationalen Anhänge des WELMEC Guides verwiesen.

    Ausschankmaße können mit bis zu drei deutlich voneinander unterscheidbaren Volumenangaben gekennzeichnet sein, von denen keine mit einer der anderen verwechselt werden darf und solange für alle Angaben die Fehlergrenzen eingehalten werden können. (Quelle: MID MI-008, Kapitel II, 5.2)

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  • Was ist bei (Edelstahl-) Bestecken zu beachten?
  • Edelstahlbestecke bestehen grundsätzlich, wie der Name bereits vermuten lässt, hauptsächlich aus Edelstahl. Dazu kommt noch ein Chrom- und eventuell ein Nickelanteil. Die Bezeichnung 18/10 Besteck oder 13/0 usw. gibt dabei den prozentualen Anteil von Chrom und Nickel an. Das heißt, ein 18/10 Besteck hat einen 18%igen Anteil Chrom und einen 10%igen Nickelanteil. Auch werden Bestecke mit 13 bis 18% Chromanteil und ohne Nickelanteil Chromstahlbestecke genannt, äquivalent dazu Bestecke mit 18% Chrom- und 8-10% Nickelanteil Chromnickelstahlbestecke.
    Chrom ist in erster Linie für den Rostschutz zuständig und soll Anlaufen und Korrosion verhindern.
    Nickel verstärkt diese Effekte noch und ist zudem für einen noch besseren Säureschutz notwendig.

    Merkmale:

    • Chromstahl 13/0 – 18/0 kennzeichnet sich dadurch, dass er einen leicht bläulichen Schimmer hat. Als Kennzeichnung ist der Stempel „rostfrei“ zugelassen. Chromstahl ist magnetisierbar und daher interessant für den Großverbraucherbereich, der mit magnetischen Spülstraßen ausgerüstet ist. Zudem ist er in der Regel günstiger als Chromnickelstahl. Chromstahl ist schleifbar und wird daher auch für die Erstellung von Messern benötigt.
    • Chromnickelstahl 18/8 – 18/10 zeichnet sich nach sorgfältiger Bearbeitung durch einen leicht gelblichen, warmen Farbton aus. Als Kennstempelung sind „Edelstahl rostfrei 18/10“, „Edelstahl 18/10“ und „18/10“ zulässig. Die Zulegierung von Nickel macht ihn auch gegenüber stärkeren Säuren beständig. Chromnickelstahl ist nicht schleifbar und somit könnte man ein aus diesem Material bestehendes Messer nicht schärfen. Außerdem ist CN-Stahl nicht magnetisierbar.

    Qualität:
    Qualität ist aber nicht nur an der Legierung festzumachen, sondern auch an der Fertigung an sich.
    Ist das Besteck z. B. aufwändig poliert und somit glatter von der Oberfläche, bietet es weniger Angriffspunkte für Flugrost, Säuren etc.
    Ebenso (natürlich nach Verwendungszweck und Anspruch) ist die indikative Stärke des Besteckes ein Hinweis auf Stabilität. Diese wird gemessen in mm am Übergang zwischen Stiel und Laffe.   

    Messer:

    (Achtung! Spezielle Kochmesser und ähnliche werden bei dieser Beschreibung nicht berücksichtigt.)
    Die Klingen von Menümessern, Dessertmessern etc. werden grundsätzlich aus Chromstahl gefertigt.
    Der Grund dafür wurde bereits oben angeführt. Chromstahl ist im Gegensatz zu Chromnickelstahl schleif- und somit schärfbar. Es gibt verschiedene Bauweisen für Messer, oft wird den Legierungen noch Molybdän (gegen Lochfraß) u.ä. zugesetzt und der Stahl wird anders bearbeitet (geschmiedet), man spricht dann von Messer- oder Klingenstahl. Je höher der Chromanteil (und der Molybdänanteil) ist, desto widerstandsfähiger wird der Stahl gegenüber Korrosion etc., allerdings ist er dann nicht so hart, wie Stahl mit einer geringeren Zulegierung und wird weniger schleifbar und daher dann nicht mehr verwendbar für Klingen.
    Bei 13/0 – 18/0 hat man eine akzeptable Mischung zwischen Schärfbarkeit und Korrosionsbeständigkeit. Jedoch kann man daraus nicht zwingend auf die absolute Härte schließen, welche von weitaus mehr Faktoren abhängig ist (Güte des Stahls, Verarbeitung usw.)

    Es gibt 3 Fertigungsarten:

    • Monoblockmesser werden aus einem Stück Chromstahl (bzw. Messerstahl) gefertigt.
      Vorteile: günstiger im Preis, Nachschärfbarkeit.
      Nachteile: ggf. nicht derselbe Stahl wie bei den restlichen Besteckteilen, daher Farbunterschied möglich, Korrosionsanfälliger als die anderen Besteckteile.



    • Hohlheftmesser bestehen nicht nur aus einem Stück. Es gibt 2 Fertigungsmethoden.
      • Hohlheftmesser gereidet – die klassische Form. Eine Messerklinge aus geschmiedetem Messerstahl wird in ein Heft aus 2 einzelnen 18/10 Heftschalen, die miteinander verschweißt und poliert werden, eingesetzt. Die Verbindung zwischen Klinge und Heft ist durch eine Naht deutlich zu sehen. Durch die aufwändigere Verarbeitung und die höherwertigen Materialien begründet sich auch ein höherer Preis.
      • Hohlheftmesser nahtlos geschweißt – eine neuere Fertigungsvariante. Im Wesentlichen wie beim gereideten Messer beschrieben, jedoch wird die Klinge nicht in das hohle Heft eingesetzt, sondern Klinge und Heft werden miteinander verschweißt und sorgfältig poliert, so dass die Schweißnaht kaum mehr zu sehen ist. Da der Fertigungsprozess bis zu einem gewissen Grad automatisiert ist, ist diese Version preisgünstiger als die gereidete.

    Vorteile: Bessere Balance, höhere Schärfe und Korrosionsbeständigkeit (Messerstahl), farblich optimal zu den anderen Besteckteilen passend.
    Nachteile: teurer in der Anschaffung.

    • Stahlheftmesser haben ähnliche Eigenschaften wie geschweißte Hohlheftmesser. Allerdings handelt es sich hier um ein Vollheft (massiv) aus 18/10, welches mit der Klinge verschweißt wird. Aufgrund der Fertigung etwas günstiger als ein Hohlheftmesser.
      Vorteile: höhere Schärfe und Korrosionsbeständigkeit (Messerstahl), farblich optimal zu den anderen Besteckteilen passend.
      Nachteile: nicht so gute Balance wie das Hohlheftmesser, teurer in der Anschaffung als Monoblockmesser.
        


    Abrieb, Flugrost, Lochfraß:

    Opalglas- und Zenix Geschirr haben eine sehr hohe Kratzfestigkeit gegenüber Bestecken. Das betrifft vor allem den Gebrauch von Messern auf Tellern. Dazu muss man vorausschicken, dass die Klingenhärte bei ARC France SAS in Vickers gemessen wird. Bei Messern mit einer Härte von mehr als 480 Vickers kann gemäß Norm NF EN ISO 8442 keine Oberflächenbeschädigung festgestellt werden.
    Wenn doch schwarze Streifen auf der Oberfläche sichtbar werden sollten, muss man davon ausgehen, dass es sich nicht um Beschädigungen am Teller handelt, sondern um den Metallabrieb von Messern, die dann eine Härte von unter 480 Vickers haben und somit „zu weich“ in Relation zum Geschirr sind. Diese Streifen können entfernt werden. Wir erinnern uns, je geringer der Chromanteil, desto härter und besser schleifbar der Stahl, aber auch desto korrosions- und rostanfälliger die Klinge (Beispiel „Kartoffelschälmesser“).

    Das Standardmessverfahren für Messerklingen ist nach Rockwell und die Maßeinheit „HRC“. Warum ARC France SAS Vickers bevorzugt, ist nicht bekannt. Es gibt jedoch entsprechende Umrechnungstabellen.
    480 Vickers entsprechen 47,0 HRC. Das heißt, wenn Messerklingen weniger als 47,0 HRC haben, kann es Abrieb auf Opalglas und Zenix-Artikeln geben.
    Die genauen Werte müssten uns allerdings die Hersteller bei Bedarf mitteilen.

    Ein häufiges Problem stellt der sogenannte Flugrost dar. In der Spülmaschine setzen sich winzige Rostpartikel von Töpfen, Pfannen, defekten Geschirrkörben, „minderwertigen“ Messern oder aus dem Leitungsnetz bevorzugt auf Messerklingen fest und werden zunächst als Rostfleck sichtbar. Diese Flecken sollte man rasch mit einem flüssigen Metallputzmittel entfernen, um weiterer Ausdehnung vorzubeugen. Daher sollte man z. B. auch „billige“ Schälmesser nicht zusammen mit den hochwertigen Besteckteilen in ein Besteckfach füllen.

    Weitaus gefährlicher als Verfärbungen ist der sogenannte Lochfraß, punktförmige Angriffe, die sich in den Stahl einfressen und auch durch Wischen und Scheuern nicht mehr zu entfernen sind.
    Klingen aus gleichem Material von demselben Hersteller können sich an verschiedenen Orten in der Spülmaschine völlig unterschiedlich verhalten. Untersuchungen des Forschungsinstituts für Schneidwaren und Bestecke erbrachten den Beweis, dass dies auf den regional unterschiedlichen Chloridgehalt im Trinkwasser zurückzuführen ist. Es zeigte sich nämlich, dass es oberhalb einer bestimmten Chloridkonzentration an den Messerklingen zur gefürchteten Lochfraßkorrosion kommt, die mit ansteigendem Salzgehalt weiter zunimmt. Je nach Qualität des Trinkwassers und der hinzukommenden Chloridmenge aus Speiseresten (Kochsalz) kann es deshalb vereinzelt zu Lochfrassbildung an Messerklingen kommen. Der Kochsalzpegel in der Spülmaschine steigt in Einzelfällen auch dadurch, dass der Wasserenthärter in der Spülmaschine nicht einwandfrei arbeitet, der die Gebrauchsanweisung für das Regenerieren des Enthärters nicht richtig befolgt wird.  

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  • Warum entstehen schwarze "Streifen" bei der Besteckbenutzung auf meinen Tellern?
  • Dazu erklärt der Hersteller ARC France SAS:
    Opalglas- und Zenix Geschirr haben eine sehr hohe Kratzfestigkeit gegenüber Bestecken. Das betrifft vor allem den Gebrauch von Messern auf Tellern. Dazu muss man vorausschicken, dass die Klingenhärte bei ARC France SAS in Vickers gemessen wird. Bei Messern mit einer Härte von mehr als 480 Vickers kann gemäß Norm NF EN ISO 8442 keine Oberflächenbeschädigung festgestellt werden.
    Wenn doch schwarze Streifen auf der Oberfläche sichtbar werden sollten, muss man davon ausgehen, dass es sich nicht um Beschädigungen am Teller handelt, sondern um den Metallabrieb von Messern, die dann eine Härte von unter 480 Vickers haben und somit „zu weich“ in Relation zum Geschirr sind. Diese Streifen können entfernt werden.

    (Das Standardmessverfahren für Messerklingen ist nach Rockwell und die Maßeinheit „HRC“. Warum ARC France Vickers bevorzugt, ist nicht bekannt. Es gibt jedoch entsprechende Umrechnungstabellen. 480 Vickers entsprechen 47,0 HRC. Das heißt, wenn Messerklingen weniger als 47,0 HRC haben, kann es Abrieb auf Opalglas und Zenix-Artikeln geben.)

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